Der Masterplan von Herzog & de Meuron verfolgt das Ziel die Anforderungen der Bank Julius Bär mit einer wesentlichen Verbesserung der städtebaulichen Qualitäten rund um den Bahnhof Altstetten in Einklang zu bringen und dabei einen bedeutenden Mehrwert für das Quartier zu schaffen. Die zukünftige vertikale Ausrichtung des Quartiers ermöglicht am Boden grosszügige, öffentliche Freiräume und eine grossflächige Entsiegelung, sowie lokalklimatische Verbesserungen. Der heute fast durchgängig geschlossene Gebäudekomplex öffnet sich und wird zu einer städtischen Nachbarschaft. Entlang der Hohlstrasse, dem Gleisfeld sowie auf dem Altstetterplatz werden weitläufige und sehr unterschiedliche Grünräume vorgeschlagen. Wesentlich sind dabei die westliche Erweiterung des Altstetterplatzes und die Anlegung des ‘Sequoiaplatzes’ rund um den ikonischen, geschützten Mammutbaum. In den Erdgeschossen, den Sockelgeschossen an den Plätzen und auf einem Dachgarten werden auf rund 5’000m2 Räume für ein breites Angebot an öffentlichen Nutzungen angeboten.
Anstatt Tabula Rasa setzt der Masterplan auf sinnvolles Weiterbauen, Erhalten und Aufstocken der Bestandsgebäude. Eine horizontale Verbindungsebene verknüpft als sichtbare ‘Fuge’ zwischen Bestand und Aufstockungen alle freistehenden Häuser des Ensembles und bildet zugleich einen räumlichen Bezug zwischen dem Hochhauscluster und der umgebenden Stadtstruktur.
Die vorgeschlagene städtebauliche Situation tritt in einen Dialog mit den gebauten und geplanten Hochhäusern in der Umgebung. Mit den unterschiedlich hohen Gebäuden und ihren Ausrichtungen entstehen typologische Verwandtschaften zu den Bauten auf der anderen Gleisseite. Zusammen bilden sie ein Cluster von Hochhäusern, welches das westliche Zentrum der Stadt Zürich und den Verkehrsknoten Bahnhof Altstetten in der Stadtsilhouette markieren. Es entsteht eine städtebauliche Torsituation an der schmalsten Stelle des Gleisfeldes, am Übergang der pulsierenden und dichten Innenstadt von Zürich und der sich rasch entwickelnden Limmattalstadt.