Herzog & de Meuron Basel Ltd.
Rheinschanze 6
4056 Basel, Switzerland
Email: info@herzogdemeuron.com
Phone: +41 61 385 5757
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4056 Basel, Switzerland
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Project Update
9 December 2022
New National Gallery – Museum of the 20th Century
Due to recent articles in the press (Die Zeit, The Guardian, Dezeen) regarding the sustainability of the new building for the Museum of the 20th Century in Berlin, we feel it is necessary to clarify some facts.
Sustainability at Herzog & de Meuron
Designing sustainable buildings is of top priority for Herzog & de Meuron. Together with our client, we aim for the best solution for each project. This has been the case since the start of the practice. A few well-known examples include Dominus Winery in California, the Ricola Herb Centre in Laufen, and the Hortus project in Basel.
Through an innovative design approach coupled with a close collaboration with the client, the Hortus office building will not only be energy positive in its operation, but all grey energy consumed by the construction will be compensated. Additionally, we have developed new techniques and prototypes for the materialization and construction methodologies of Hortus’s ceiling structures, walls, and facades.
Museums are typically energy-intensive due to high climatic requirements for the protection of valuable cultural assets. Within the given framework, we work together with the planning team to develop the most efficient and resource-saving result. This was also the case for the Museum of the 20th Century in Berlin.
Architectural concept
The “open house” concept is crucial for the social sustainability of the project. This is precisely where the museum will set new standards – through its diverse and low-threshold forms of use alongside its classic exhibition areas. Places that are open to the public and integrated both into the museum itself as well as in the city’s daily life will allow visitors a variety of opportunities for exchange, interaction, lingering and encounter. However, this concept is not the driver of higher-than-average energy consumption. The museum has varying and clearly defined climate zones. Only the areas where art is displayed, restored, or stored meet international museum climate standards. This accounts for half of the spaces in the building.
The ‘boulevard’, on the other hand, is an important buffer space, comparable to an oversized breezeway – it therefore has a lower climate standard than the adjacent galleries. Air curtains are installed between the boulevard and the galleries, which due to the high volume of museumgoers on any given day, are more effective than conventional doors as a separation between climate zones. All other programs, such as office spaces, education and outreach areas or catering spaces are not located in a ‘high-level’ climate zone but are operated in a standard manner according to their use.
Materials
The museum’s concrete structure is not an architectural choice but is mandatory construction according to building law in Germany. The supporting structure and the access and installation cores were optimized from a planning point of view, with steel and concrete being used with maximum efficiency. The use of recycled concrete is currently being examined, while the bricks on the façade will also have recycled content. Sustainable materials are planned for the museum’s interiors.
Building services and sustainable energy supply
Years ago, very early in the planning process, sustainable solutions and technologies were investigated. Many of these approaches have been integrated, while some were excluded from the planning process for functional or economic reasons. In principle, however, all available technologies were considered during the planning process. With photovoltaics on the roof, the museum can already meet the legally specified energy standards of 2045. Furthermore, the primary energy demand of the building falls below the current legal minimum requirements, and thus meets the requirement of a low-energy building according to EU guidelines.
Outlook
We are pleased that additional funds have now been made available to further optimize the building in terms of environmental and social sustainability. In Spring 2023, once revisions have been completed, we look forward to presenting a project update to the public.
Our vision ‘Tiergarten’, which was already presented during the competition, has also been positively received. This vision for Berlin’s Kulturform aims to create a direct link to Tiergarten by integrating permeable surfaces, with trees and lots of greenery.
Herzog & de Meuron, 9 December 2022
Neue Nationalgalerie – Museum des 20. Jahrhunderts
Aufgrund der zuletzt in der Presse erschienenen Artikel (Die Zeit, The Guardian, Dezeen), bezüglich der Nachhaltigkeit des Projektes Neubau für das Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin, halten wir es für notwendig einige Fakten klarzustellen.
Nachhaltigkeit bei Herzog & de Meuron
Nachhaltige Gebäude zu planen hat für Herzog & de Meuron eine ebenso hohe Priorität wie Funktionalität und Ästhetik. Zusammen mit der Bauherrschaft suchen wir für jede Bauaufgabe die beste Lösung. Nicht erst seit die Thematik die Dringlichkeit und Sichtbarkeit von heute erreicht hat, sondern seit den frühen Jahren des Büros.
Bekannteste Beispiele dafür sind die Dominus Winery in Kalifornien, das Ricola Kräuterzentrum in Laufen, oder das Projekt Hortus in Basel.
Für das Bürogebäude «Hortus» haben wir zusammen mit der Bauherrschaft nicht nur erreicht, dass das Gebäude in seinem Betrieb energiepositiv sein wird, sondern auch, dass sämtliche graue Energie, die durch den Bau verbraucht wird, kompensiert wird. Dieses Projekt ist sehr innovativ, weil wir für die Materialisierung und die Konstruktion von Decken, Wänden und Fassaden völlig neue Techniken und Prototypen entwickelten.
Museen sind durch ihre Klimaanforderungen zum Schutz der Kulturgüter per se energieaufwändig. Innerhalb des vorgegebenen Rahmens erarbeiten wir zusammen mit dem Planerteam das jeweils effizienteste und ressourcenschonendste Projekt. So auch für das Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin.
Architektonisches Grundkonzept
Das Konzept „offenes Haus“ ist entscheidend für die soziale Nachhaltigkeit des Projektes.
Genau hier wird das Museum neue Massstäbe setzen – durch seine vielfältigen und schwellenarmen Nutzungsmöglichkeiten neben den klassischen Ausstellungsbereichen. Öffentlich zugängliche und sowohl im Museumsbetrieb als auch im Stadtgeschehen eingebundene Orte erlauben den BesucherInnen eine Vielfalt an Möglichkeiten des Austauschs, der Interaktion, des Verweilens und der Begegnung. Dieses Konzept ist jedoch nicht der Treiber eines überdurchschnittlichen Energieverbrauchs. Das Museum hat unterschiedliche, klar definierte Klimazonen – nur die Flächen, in denen Kunst gezeigt, restauriert oder gelagert wird, erfüllen die internationalen musealen Klimastandards. Dies macht die Hälfte der Flächen in dem Gebäude aus. Der Boulevard dagegen ist ein wichtiger Pufferraum, vergleichbar mit einem übergrossen «Windfang», und erreicht einen geringeren Klimastandard. Zwischen Boulevard und Galerien sind Luftschleieranlagen vorgesehen, welche als Trennung zwischen den Klimazonen aufgrund des hohen Publikumsverkehrs effektiver als herkömmliche Türen sind. Weitere Flächen, wie zum Beispiel Büroflächen, Flächen für die Bildung und Vermittlung oder Gastronomie befinden sich nicht in einer «hochwertigen» Klimazone, sondern werden der Nutzung entsprechend betrieben.
Eingesetzte Materialien
Die Gebäudestruktur in Beton zu realisieren ist nicht ein architektonisches Stilmittel, sondern aus baurechtlichen Gründen (Brandschutz und Gebäudeklasse Sonderbau) zwingend. Das Tragwerk und die Erschliessungs- und Installationskerne wurden planerisch optimiert und sind maximal effizient im Verbrauch von Stahl und Beton. Die Verwendung von Recyclingbeton befindet sich aktuell in der Prüfung. Die für die Fassade vorgesehen Klinkersteinen haben ebenfalls einen Recyclinganteil. Für die Innenräume des Museums sind nachhaltige Materialen eingeplant.
Haustechnik und nachhaltige Energieversorgung
Bereits vor Jahren, sehr früh im Planungsprozess, wurden nachhaltige Lösungen und Technologien untersucht. Viele dieser Ansätze wurden in die Planung integriert, einige begründet im Planungsprozess aus funktionalen oder wirtschaftlichen Gründen von der Planung ausgenommen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass sämtliche zur Verfügung stehende Technologien bei der Planung berücksichtigt wurden. Mit einer Photovoltaik auf dem Dach kann das Museum bereits jetzt die gesetzlich vorgeschriebenen Energiestandards von 2045 erfüllen. Des Weiteren unterschreitet der Primärenergiebedarf des Gebäudes die aktuellen gesetzlichen Mindestanforderungen, und somit die Anforderung eines Niedrigstenergiegebäudes entsprechend der EU-Richtlinie.
Ausblick
Wir freuen uns, dass nun zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt wurden, um das Gebäude bezüglich der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit weiter zu optimieren. Im Frühling 2023 sollen die Überarbeitungen abgeschlossen sein und können der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Auch wurde unsere schon im Wettbewerb formulierte Vision „Tiergarten“ positiv aufgenommen. Diese Vision für das Kulturform will einen direkten Bezug zum Tiergarten schaffen – durch versickerungsoffene Böden, mit Bäumen und viel Grün.
Herzog & de Meuron, 9. Dezember 2022
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